DataLab ist ein kompaktes Statistikprogramm zur explorativen Datenanalyse. Weitere Informationen finden Sie auf den DataLab Webseiten ....



Eine geführte Tour: Transformation von Daten

Eine sehr nützliche Funktion von DataLab ist die Unterstützung von nahezu beliebigen mathematischen Transformationen, die auf die Datenmatrix oder Teile der Datenmatrix angewendet werden können. Diese Transformationsfähigkeit kann auch dazu benützt werden, neue künstliche Daten zu erstellen (z.B.: Erzeugung von Zufallszahlen).

Das Prinzip der Datentransformation ist relativ einfach: Die Zeilen und Spalten werden durch die Buchstaben 'R' (engl. row) und 'C' (engl. column) gemeinsam mit einem numerischen Index bezeichnet. Der Ausdruck 'C13' meint zum Beispiel die Variable (Spalte) Nummer 13. Diese Bezeichner können in einer mathematischen Formel verwendet werden. Ein Ausdruck wie 'C2 = C3*(C10-C4)' berechnet die Differenz zwischen Spalte 4 und 10, und multipliziert sie mit den Werten aus Spalte 3. Das Ergebnis wird in Spalte 2 gespeichert. Die Berechnung wird für jede Zeile der Datenmatrix durchgeführt, solange der Bereich der Zeilen nicht eingeschränkt ist.

Um eine Formel einzugeben, müssen Sie auf den Befehl Mathematik/Transformation/einzelne Formel klicken. Dadurch wird ein Editor gestartet, in den Sie die Formel eingeben können. Dieser Formeleditor zeigt standardmäßig die zuletzt eingegebene Formel an. Sie können auch zur Liste vorhergegangener Formeln wechseln, in dem Sie die Drop-down-Liste des Formeleditors verwenden.

Lassen Sie uns eine Datenmatrix erstellen (100 mal 5 Elemente), die künstliche Daten enthält. Dazu müssen wir zuerst die Zeilen- und Spaltenanzahl auf 100 bzw. 5 setzen (verwenden Sie den Befehl Editieren/Ausmaße der Datenmatrix). Geben Sie nun folgende Formel ein (Befehl Mathematik/Transformation/einzelne Formel):

C1 = SIN(0.33*RIX)*COS(0.13*RIX)

Das füllt die erste Spalte mit einer hübschen Kurve. Sie können diese Kurve darstellen, in dem Sie ein Diagrammfenster öffnen und die Spalte/Index-Darstellung wählen (Befehl Fenster/Neu, dann mit dem Knopf Einstellungen () eine Spalte/Index-Darstellung auswählen). Nun wollen wir ein anderes Experiment machen. Nehmen Sie an, wir wollen Gauß´sches Rauschen zu einer Kopie des Signals hinzufügen. Geben Sie dazu folgende Formel ein:

C2 = C1 + 0.1*GAUSS

Diese Gleichung berechnet die Summe aus der ersten Spalte und normalverteilten Zufallszahlen, und speichert sie in der zweiten Spalte. Sie können das resultierende Signal entweder durch Öffnen eines weiteren Diagramms darstellen, oder in dem Sie in die nächste Spalte des bereits existierenden Diagramms wechseln (verwenden Sie die Knöpfe mit den Pfeilen). Sieht doch einem realen Signal viel ähnlicher, oder?

 


Last Update: 2012-Jul-25