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Filter

Befehl: Mathematik -> Filter...

Lineare zeitinvariante Filter (LZI-Filter) sind eine sehr allgemeine Klasse von Filtern, die sich über eine einfache Gleichung berechnen lassen. Nach dem Aufruf des Befehls Mathematik/Filter... wird folgender Filterdialog angezeigt, in dem alle Parameter eines Filters eingestellt und das Filter auf die Daten angewendet werden können.

Die Daten können wahlweise spaltenweise oder zeilenweise gefiltert werden, wobei nach dem Klicken auf den Knopf Filter anwenden die zu filternden Spalten bzw. Zeilen ausgewählt werden. Je nach dem welche Option für das Speichern der Ergebnisse gewählt wurde, werden die gefilterten Ergebnisse entweder an die Matrix angehängt, in das Matrix-Clipboard geschrieben oder es werden die Quelldaten überschrieben.

Der Filterdialog bietet neben einem allgemeinen FIR- bzw. IIR-Filter auch einige häufig gebrauchte Standardfilter. Im Folgenden eine Zusammenfassung der Einstellmöglichkeiten des Filterdialogs:

Einstellung Beschreibung
Filtertyp
  • Allgemeines FIR-Filter (FIR)
  • Allgemeines IIR-Filter(1) (IIR)
  • Gleitender Mittelwert (MA)
  • Gewichteter Mittelwert (WA)
  • Gleitender Median (MD)
  • Polynom 2. Grades nach Savitzky-Golay (POL)
  • Geglättete 1. Ableitung (1DV)
  • Geglättete 2. Ableitung (2DV)
Zahl der Koeffizienten Die Zahl der Koeffizienten kann zwischen 1 und 100 eingestellt werden. Für Polynome und geglättete Ableitungen können nur ungerade Werte zwischen 5 und 25 verwendet werden.
Filterkoeffizienten laden/speichern Filterkoeffizienten, die manuell in die Koeffizientenliste eingetragen worden sind, können mit diesen beiden Knöpfen gespeichert und wieder geladen werden. Die gespeicherten Files sind im ASC-Format abgelegt, haben aber zur besseren Handhabbarkeit die Dateierweiterung '*.FLT' (und nicht '*.ASC').
Anwendung auf Spalten/Zeilen Bei der Anwendung des Filters kann der Benutzer die Daten entweder spalten- oder zeilenweise verarbeiten.
Anwendungsbereich Der Anwendungsbereich gibt die Spalten bzw. Zeilen an auf die der Filteralgorithmus angewendet wird.
Ergebnisse speichern Die Ergebnisse des Filters können entweder die Quelldaten überschreiben, oder an die Datenmatrix angehängt werden oder aber in das Matrix-Clipboard geschrieben werden. Die Bezeichnung der gefilterten Zeilen/Spalten setzt sich aus einem Kürzel, das die Filterfunktion (siehe oben) und die Breite des Filterfensters angibt und dem Namen der ursprünglichen Zeilen/Spalten in Klammern zusammen. Beispiel: Der Bezeichner "F-WA7(C1)" bedeutet also, dass die Spalte 1 mit einem gewichteten Mittelwert mit 7 Koeffizienten gefiltert wurde.



(1) Die manuelle Einstellung der bi-Parameter eines IIR-Filters erfordert viel Sachverstand. Bei unpassenden Filterkoeffizienten kann das Filter oszillieren oder aus dem Ruder laufen und einen Gleitkommafehler erzeugen. Sollte ein Gleitkommafehler bei Ihrer Anwendung auftreten, so liegt das mit Sicherheit an falschen Filterkoeffizienten.


Last Update: 2013-Feb-13